Archive for the ‘Umzug’ Category

Back to the roots

Mittwoch, März 26th, 2008

Einige wissen es bereits:

Ich gehe zum 1. Mai wieder nach Deutschland zurück.  Vor einiger Zeit trennte ich mich von meiner Freundin und lebe seit dem allein auf dieser Insel. So sehr ich diese Insel und dieses Land liebe, so sehr fehlen mir auch meine Freunde und die ganze Umgebung. Ich bin scheinbar doch ein Rudeltier…

Es waren dann 9 Monate im Ausland, in denen ich viel gelernt habe, viel Spaß gehabt habe und Erinnerungen gesammelt habe, die ich nicht vergessen werde. Es war geil und ich bereue diesen Schritt keinen Milimeter :-)

Meli ist bereits in Deutschland und lässt sich von einem hirnverbrannten Vollidioten durch die Botanik prügeln. So hat jeder seine Prinzipien *g*. Ich werde in Deutschland das gleiche machen wie bisher und schauen was die Zukunft bringt. Ich komme wieder, keine Frage ;-)

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Wohnung eingeraeumt & Offline …

Donnerstag, September 20th, 2007

Unsere Wohnung ist nun fertig. Wir haben alle Kisten fertig eingeraeumt und haben den groebsten Stress nun hinter uns. Einziges Manko: Telefonica … irgendwie habe ich es ja geahnt, aber es wurde tatsaechlich Wirklichkeit. Lt. Telefonica (spanische Telefongesellschaft) ist bei uns momentan keine Leitung frei um uns Telefon und Internet legen zu koennen.

Den einzigen Trumpf den wir noch im Aermel haben ist unser Nachbar. Ein sehr netter Kerl obwohl er auch aus Deutschland kommt *grins*. Er hat Internet und will uns sein WLAN zur Verfuegung stellen. Da die Waende bei uns aber so dick sind, kommt kein brauchbares WLAN-Signal bis zu uns durch. Ich werde heute mal einen Accesspoint dazwischen stellen und schauen ob es dann funktioniert.

Momentan sitze ich im Internetcafé in Maspalomas. Gleich fahre ich mit meinem Hund weiter an die Playa und werde sie bissl springen lassen. Nachbar ist gerade mit seinem Hund beim Hundefriseur, gibt ne neue Dauerwelle… oder einfach nur Fell ab? Muss wohl nochmal genau nachfragen *g*. Ich bin guter Dinge dass das mit den Internet vom Nachbarn noch klappen wird und denke wir sind bald wieder Online.

Wuensch Euch was :-)

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Container leer und Hornhaut an den Fingern

Sonntag, September 16th, 2007

Gestern kam der Möbelcontainer aus Deutschland in El Salobre an. Wir haben bereits gestern fleissig ausgeladen - zumeist Kisten und leichtere Sachen. Heute Morgen habeich allerdings einen Anfall bekommen, als ich unsere Schrankwand sah. Alles heil geblieben, aber wir müssen die kompletten Möbel über 3 Treppen, quer übers Grundstückunseres Vermieters in unsere Wohnung schleppen. Das ist mit 2 Mann machbar, aber nicht mit 1 hübschen Kerl und einer mit vorzüglichen Möpsen gesegneten Frau. Also rief ich heute unseren Spediteur an und bat um Möbelpacker, die uns die Arbeit abnehmen können. Samstags ein Problem, aber er hatte noch einen Freund auf der Insel, der kleinere arbeiten gerne annimmt um sich bissl Geld zu verdienen. Gesagt getan, er kam gegen 14 Uhr und als ich seine Oberarme sah war ich enorm erleichtert. Meli musste ich allerdings die Augen verbinden, weil ich sonst die betten in Zukunft selber beziehen müsste. Man denkt ja praktisch *g*.

Gegen 18 Uhr war der scheiss Kasten endlich leer und wir machten uns anaufreissen der Kisten und aufstellen der Möbel. Inzwischen steht alles wieder größtenteils dort wo es hin gehört und wir machen uns morgen dran den letzten Kram einzuräumen.

Gerade eben waren wir an der Playa del Inglés und haben uns für die schufterei belohnt indem wir essen gingen. Das Restaurant war direkt an der Playa und ich hätte meine Gräten auf die Dünen spucken können wenn ich gewollt hätte *g*. Sehr schön :-) auch nach 3 Wochen noch.

Nun sitzen wir gerade das letzte mal in der alten Wohnung und klemmen die Notebooks ab. Nächster Blogeintrag wird hoffentlich die nächsten Tage aus El Salobre kommen - aus unserer neuen Wohnung. Wird sicher wieder viel neues zu berichten geben :-)

Gehabt euch wohl meine lieben!

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Umgezogen und warten auf den Container

Freitag, September 14th, 2007

Heute haben wir die erste Nacht in unserer neuen Wohnung verbracht. Die Wohnung ist sehr schön, geräumig, wesentlich heller und größer als unsere erste in El Tablero. Internet steht noch keines, daher sind wir momentan noch in der alten Wohnung zum arbeiten. Miete ist ja bis zum 15. bezahlt. Später kommt unser Möbelcontainer aus Deutschland an und wir werden den ganzen Nachmittag mit ausladen verbringen. Heute Morgen ist das Wasser bei uns ausgefallen. Ich kenne das von meinen Urlauben die ich bisher in Spanien verbracht habe. Das passiert meist Tagsüber für einige Stunden und Nachmittags geht es wieder. Man muss hier Trinkwasser kaufen, wenn man welches in dieser Zeit benötigt. Ist aber sehr günstig.

Warmwasser ging im Bad heute Morgen noch nicht, Boiler war an, in der Küche gings nur ausgerechnet die Dusche blieb kalt :-( aber auch das klären wir noch mit dem Vermieter ab.

Neben unserer Wohnung wohnt ein deutsches Paar wohl schon seit langer Zeit. Die beiden sind vom ersten Eindruck sehr nette Leute und ich denke wir werden keinerlei Probleme bekommen und unseren Spaß haben. Zumal die beiden fliessend spanisch sprechen und uns gestern bereits kurz beim Übersetzen halfen als der Vermieter da war.

Im Garten wachsen Mangos und Papayas, sehr schön gemacht. Ich muss nur aufpassen, daß mein Hund nicht überall seine Berge hinterlässt. Wird sich aber denke ich in Grenzen halten, gehe ja 3x am Tag mit ihr. Sonst laufe ich öfter mal durch und mache es ggf. weg.

Kleiner Nachteil: Heute Nacht hatten wir einen wirklich üblen Kläffer in der nachbarschaft, der selbst mich um den Schlaf brachte. Ich kann normalerweise neben einer Landebahn schlafen, aber das war nur noch nervend. HOFFENTLICH ist das nicht jede nacht so, das wäre grausam… für den Hund.

Nun folgen eine kurze Zeit lang keine Blogeinträge mehr, da wir wie gesagt erst in der neuen Wohnung unser Internet bekommen.

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Ein Tag zum feiern

Mittwoch, September 12th, 2007

Heute haben wir die neue Wohnung in El Salobre dingfest gemacht. Wir haben die Miete und die Kaution bezahlt und können morgen rein. Werden es aber so machen, daß wir beim arbeiten in der alten Wohnung sind und nur zum schlafen / in der Freizeit in der neuen Wohnung sind. In der neuen gibt es momentan noch kein Internet. Leider gibt es auch nur DSL Light in der neuen Bude, aber man kann auch damit arbeiten wenn man weiß wie ;-)

Die neue Wohnung ist für uns perfekt! Schön hell, die Küche ist separat, also nicht mit der Wohnung verbunden. Wir müssen um in die Küche zu gehen über die Veranda gehen. Sehr geil, weil Katerchen dann kein Essen mehr plündern kann! Blick von der Veranda aus ist echt nur geil. Man schaut durch einen kleinen Garten (der zu uns gehört) direkt auf den Atlantik. Im Prinzip eine Bude genau wie ich sie wollte. Hund kann in den Garten, neben uns ist nichts ausser Steppe, Kakteen und wilde kleine Palmenarten. Ich fürchte nur, Katerchen wird uns dann recht oft die ein oder andere Eidechse vorbeibringen. Mäuse wird es da keine geben denke ich.

Morgen mache ich Bilder :-)

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Ummelden N.I.E Nummer…

Freitag, September 7th, 2007

Gerade eben bin ich mit Kopie von Ausweis und Mietvertrag zur Policia Local gegangen um mich auf der Insel offiziell registrieren zu lassen. Die Policia Local verwies mich dann zur Policia Nacional. Dort kam ich um 13:50 an. Dummerweise schließen die um 14 Uhr so daß ich noch am Eingang von einem Polizisten abgewiesen wurde und gebeten wurde am Montag nochmal zu kommen. Die spanische Gemütlichkeit eben *g*.

Wichtig bei Behördengängen ist, daß man Kopien von allem dabei hat. Die Behörden kopieren sich nicht was sie brauchen, sondern erwarten, daß man Kopien dabei hat! Für manch einen Einwanderer sicherlich ein Grund um unverrichteter Dinge wieder kommen zu müssen, aber ich war ja informiert :-)

Nach der Eintragung bei der Policia Nacional muss man zu einer anderen Behörde, dessen Namen mir gerade entfallen ist. Ich weiß aber wo sie ist und wo genau ich da hin muss.

Die Dame bei der Policia Local, wo ich zuerst falsch war, sprach gut deutsch und hat mir alles erklärt. War sehr nett :-)

Montag gehts also auf Behördengang und ich bekomme hoffentlich in einigen Tagen meine NIE Nummer (Steuernummer) mit der ich dann voll am spanischen Leben teil haben kann.

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Auto ummelden

Freitag, September 7th, 2007

Ich habe gerade mit der Deutschen Botschaft in Las Palmas telefoniert und mich zwecks Ummeldung meines Autos informiert. Da ich den Fahrzeugschein verloren habe, dachte ich es gibt ein Problem. Glücklicherweise gibt es keins. Meli muss einfach mit dem Fahrzeugbrief zur hiesigen Polizei gehen und eine Verlustanzeige schreiben lassen. Diese reicht aus und ersetzt den Fahrzeugschein.

Nachdem sich Meli hier unten voll angemeldet hat, haben wir 4 Wochen Zeit das Auto nach Spanien umzumelden. Man liest in diversen Foren immer wieder etwas anderes, diese Info jedoch sollte zu 100% stimmen (Stand heute), da ich sie vom Vizekonsul persönlich gerade bekommen habe. Lässt man sich mehr Zeit, drohen empfindliche Strafen.

Zuerst geht man mit dem Auto zum spanischen TÜV. Dort wird das Auto vermessen und der Wert wird anhand einer Tabelle ermittelt und daraus ergeben sich die Gebühren für die Ummeldung und den Einfuhrzoll. Man sollte sich auch mit einem alten Auto keine Illusionen machen: Gebrauchtwägen sind hier sehr teuer und so manchem Deutschen würden sich die zehennägel einrollen, wenn er erfahren würde was er hier für ein Gebrauchtwagen zahlen müsste. Ich z.B. Muss für mein Opel Kadett E GSI, 1998ccm, 116PS, BJ 1990 und 119.000km zwischen 1000 und 1500 Euro bezahlen. Ist wesentlich billiger als würde ich mir das selbe Auto hier gebraucht kaufen. Der ist hier gut und gerne noch 5000 Euro wert. In Deutschland etwa 1200 Euro.

Mit einer vom spanischen TÜV beglaubigten Kopie des TÜV Berichtes und den neuen spanischen Papieren, fährt man dann nach Las Palmas (Österreicher in Maspalomas) zu seiner Botschaft und gibt seine deutschen Kennzeichen komplett ab. Diese werden nicht wie in .de üblich entstempelt, sondern komplett eingezogen und vernichtet. Man sollte also bereits über spanische Nummernschilder verfügen, wenn man danach weiter fahren möchte. Anders als in .de darf man allerdings ohne Kennzeichen auf der Straße parken (nur parken, nicht fahren!).

Hat man dies alles hinter sich, muss man auch mit spanischer Nummer noch einige Dinge beachten (je nach dem natürlich auch mit .de Nummer):

- mit spanischem Kennzeichen muss man IMMER Kontoauszüge dabei haben, welche belegen, daß man die Versicherung bezahlt hat! Hier informiert niemand wie in Deutschlan die Zulassungsstelle und der Entstempler rückt an, wenn man nicht bezahlt hat. Bei einer Polizeikontrolle wird der Kontoauszug oder irgendein Beleg verlangt, der bescheinigt daß man die Versicherung bezahlt hat. Hat man diese nicht dabei, drohen empfindliche Geldstrafen!

- Benzinkanister sind in Spanien verboten! Auch für Touristen mit .de Nummernschild!

- 2 Warndreiecke sind vorgeschrieben. Im Falle einer Panne müssen diese vor und hinter dem Auto postiert werden.

- Warnwesten muss man soviele dabei haben, wie Passagiere im Auto sitzen. Sitzt man also zu 5. im Auto, müssen 5 Warnwesten an Board sein.

- Der spanische TÜV wird bei Fahrzeugen über 10 Jahren einmal im Jahr fällig. Die TÜV Plakette wird an der Windschutzscheibe von Innen befestigt. Fährt man mit abgelaufenem TÜV wird das extrem teuer! Hier gelten auch andere Regeln beim TÜV. Ich war vorgestern in der Werkstatt und habe mein Auto reparieren lassen.Da habe ich mal bissl gefragt wie das mit TÜV und Mängeln hier so läuft. Einfaches Beispiel (Erzählung eines deutschen KFZ Meisters der hier auf der Insel seinen Wohnsitz hat): Defekte Achsmanschetten sind in Deutschland ein schwerwiegender Mängel. Man fällt in Deutschland definitiv durch, sofern man den Prüfer nicht geschmiert hat, was ja auch nicht wenige tun in Deutschland. Hier ist das Kein Prolem. Er hat auf der anderen Seite mal erlebt, wie ein Auto nicht durch den TÜV kam, weil die Scheibenspritzanlage nicht funktionierte. Sowas z.B. prüft und interessiert den TÜV in Deutschland garnicht. Sein Fazit: Mit Autos die in .de nicht mehr über den TÜV kommen, hat man hier trotzdem gute Chancen zu bestehen. Sind Kleinigkeiten kaputt, sollte man vorsicht walten lassen und diese vorher beheben!

- Das spanische Kennzeichen gehört - anders wie in Deutschland - zum Kraftfahrzeug und wechselt mit dem Fahrzeug den Besitzer. Wunschkennzeichen gibt es hier nicht. Seit einigen Jahren gibt es hier keine neuen Städtekennzeichen mehr. Das bedeutet, früher hat man auf Gran Canaria “GC 12345 ABC” als Kennzeichen gehabt. Heute ist es “12345 ABC” und niemand erkennt mehr als welchem Teil Spaniens das Auto stammt. Die Alten Kennzeichen gibt es noch, da sie zum Auto gehören und man keine neuen Kennzeichen bekommt wenn man ein Auto kauft, werden aber nach und nach auslaufen, da ältere Fahrzeuge wegfallen und neue zugelassen werden.

Fragen zur Ummeldung eines Autos nach Spanien beantworte ich gerne. Einfach Kommentar oder eMail schreiben ;-)

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Es geht dem Ende entgegen

Freitag, August 31st, 2007

Der letzte Tag auf der Fähre neigt sich nun dem Ende zu. Es ist jetzt 21:45 kanarischer Zeit und ich habe mich aufs Bett gelegt. Das Essen heute war okay. Es gab panierten Fisch mit Pommes und einen Salat dazu. Mein Navigationssystem sagt mir, daß wir etwa 50km nördlich von Lanzarote sind. Mein Kojennachbar sagte, er hätte gehört, daß das Schiff gegen 3-4 Uhr morgens anlegen sollte. enn dem so ist, stimmen die 36 Stunden Fahrzeit nicht. 20 Uhr kanarischer Zeit haben wir abgelegt und ankommen würden wir dann 31-32 Stunden später. Früher war man mit der Fähre noch 3 Tage unterwegs, sagte mein Kojennachbar, mit dem ich heute mehrfach auf Deck gesprochen habe. Er ist wirklich sehr nett, Musiklehrer, arbeitet ausserdem für Herbalife und verkauft dort spezielle Lebensmittel. Scheint recht gut zu laufen, wenn ich mir seine (ältere) S-Klasse so anschaue. Wenn ich alleine längere Zeit im Ausland bin, wundere ich mich immer wieder über mich selbst, wie “gut” ich eigentlich Englisch spreche. In Deutschland musste ich immer vorher erstmal die Vokabeln zurecht legen, wenn ich bei Verotel, ePassporte oder sonstwo in den USA anrufen musste. Mit der Zeit geht es eigentlich recht fix und mir fehlen nur manchmal gewisse Wörter.

Den heutigen Tag habe ich unter extremer Langeweile verbracht und ich bin froh daß der Tag wieder rum ist. Irgendwann ist die schöne Aussicht auf die ewigen Weiten des Ozeans einfach nurnoch lästig und man sehnt sich danach wieder Festland zu sehen.

Vorhin habe ich einen Vogel auf der Reling entdeckt, welcher scheinbar vom Festland aus aufs Schiff geflogen kam. Wie ein Seevogel sah er jedenfalls nicht aus. Hatte leider keine Kamera zur Hand. Da ich heute nicht wirklich viel unternommen habe, wars das nun auch schon wieder. Ich geh jetzt nochmal meine Lunge teeren und werde dann meinen überflüssigen Schönheitsschlaf halten

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Endlich auf der Fähre von Cádiz nach Las Palmas

Freitag, August 31st, 2007

Nachdem ich gegen 15 Uhr wieder zurück am Auto war, begannen 5 lange Stunden des wartens am Auto. Verladebeginn auf der Fähre war eigentlich für 16 Uhr angesetzt, doch daraus wurde nichts - dazu später mehr. Ich war zwischenzeitlich in der Hafencaféteria unmittelbar neben den Autowarteschlangen drin und habe mit Spaghetti Bolognese bestellt. Als diese dann nach 20 Minuten endlich kamen, stellte ich fest, daß diese nichtmal Lana fressen würde. Die Nudeln total verkocht, das Fleisch in der Sauce war undefinierbar und schmeckte mehr nach totem Fuchs als alles andere. Nachdem ich die unverschämten 8 Euro für diesen Fraß gezahlt hatte, ging ich gefrustet ans Auto und hoffte daß ich bald auf die Fähre fahren kann um bald etwas geniesbares zwischen die Zähne zu bekommen. Doch weit gefehlt: nach weiteren 1,5 Stunden in der prallen Sonne beschloss ich das Hafengelände kurz zu verlassen um nach einem Supermercado ausschau zu halten, der vielleicht irgendwo kurz zu Fuß erreichbar ist. Gefunden habe ich einen, aber die Spanier machen tagsüber lieber Siesta anstatt etwas zu arbeiten (Sie haben ja recht, aber es nervt wenn man es nicht kennt).
Also wieder zurück zum Auto. Die erste Kette vor einer der zahlreichen Autowarteschlangen ist gefallen und die ersten glücklichen konnten auf das Schiff. Ältere Autos erkannte man recht schnell als Kanarios, weil bis vor einigen Jahren die Autokennzeichen - wie in Deutschland auch - ein Stadtkürzel im Kennzeichen hatten. GC = Gran Canaria. Davon gab es recht viele.

Immer wenn eine Kette gefallen ist und die 15-20 Autos der Warteschlange weg waren, dauerte es eine halbe Ewigkeit bis es endlich weiter ging - wie gesagt, dazu später mehr *grins*. Zwischen den Reihen stiefelte andauernd ein Aufseher der Hafenbehörde entlang und hielt die wartenden - die spanisch sprachen - auf dem laufenden. Der Mann konnte aber kein Englisch und Deutsch habe ich mir direkt gespart. Endlich war meine Reihe dran. Ich startete voller Freude endlich meinen Motor und fuhr einige Meter, bis ein Mann in Zivil, welcher sich als einer von der Guardia Civil (Bundespolizei / Zoll) ausgewiesen hatte. Er fragte mich irgendwas in spanisch und entknotete danach seine Zunge wieder, während ich ihm klar machte, daß ich Kanacke bin und ihm ein freundliches “no comprende” entgegnete. Die Spanier sprechen dermaßen schnell, daß sie sich unmöglich selber untereinander verstehen können… aber gut, rein physikalisch können Bienen auch nicht fliegen und tun es trotzdem *g*. Jedenfalls war eines der folgenden Wörter “Douane” und “Control”, so daß ich endlich wusste was er von mir wollte.

Ich musste einige Meter um die Ecke fahren zu einer Garage in der ich nun kontrolliert werden sollte. Zuerst wollte der Beamte meinen Ausweis und die Fahrzeugpapiere sehen. Wusstet ihr eigentlich, daß es eine schlechte Idee ist, den Fahrzeugschein in der Sonnenblende zu deponieren wenn man ein Cabrio fährt? Richtig! Er ist spurlos verschwunden… ich werde Ihn daheim nochmal richtig suchen, weil ich mich dunkel erinnern kann, ihn in Andorra vor einigen Tagen bereit gehalten zu haben als ich die Grenze überquerte.

Jedenfalls hatte ich nur Ausweis, Internationale Versicherungskarte und die Vollmacht daß ich mein Auto benutzen darf (Aus Versicherungstechnischen Gründen läuft mein Auto auf Meli).
Zu meinem Erstaunen reichte das dem Beamten aus und ich durfte auf die Fähre fahren, nachdem ein Hund schwanzwedelnd nach Substanzen suchte, die ich zwar selten ganz gerne mal rauche aber nie dabei habe und erstrecht nicht im Auto deponiere *hrhr* (An meine Eltern: Das ist ein Scherz, sowas würde ich nie tun! An Dori: Bring was zu rauchen mit wenn Du da bist ^^).

Schließlich fuhr ich aus der Garage hinaus, nachdem ein Spanier vor mir die Garage verlassen hatte, welcher sich zuvor lautstark über die Kontrolle aufregte (Dieser Spanier wohnt auf GC und ist mein Kojen-Mitbewohner für die 36 Stunden überfahrt. Netter Kerl und kann sogar englisch).

Später stellte sich herraus, daß die Guardia Civil die ganze Zeit schon Kontrollen der Passagiere durchführte und sich deswegen das alles um mehrere Stunden verzögert hatte.

Nun habe ich gerade zu Abend gegessen. Der Andrang zur Schiffsküche war so enorm, daß ich eine halbe stunde warten musste, bis ich endlich an der Reihe war. Hätte ich vorher nichts gegessen wäre ich wohl Fensterkit nagen gegangen um dem Hungertod zu entfliehen *g*. Ich stand schließlich vor der Essensausgabe und habe voller Furcht in Erinnerung an heute Mittag wiedermal Spaghetti Bolognese bestellt. Unmittelbar danach knallte mir der Koch noch eine Art Kroketten auf einen anderen Teller, welche zwar so aussahen aber nicht aus Kartoffeln bestanden. Da ich während meiner Fahrt hier her bereits genug Essensexperimente gemacht hatte, habe ich beschlossen die Finger davon zu lassen und widmete mich meinen Nudeln die zum Glück sehr lecker waren. Dazu gabs einen gemischten Salat, welchen man sich - wie überall in Spanien - selber mit Essig und Öl anmachen musste. Aber damit kann man leben und man konnte ihn auch essen.

Momentan sitze ich in der Lounge, trinke mein Cerveza und rauche genüsslich eine Zigarette während ich diesen Text hier schreibe *prost!*.

Vom Schiff selber bekommt man recht viel mit. Es schaukelt in einer Tour und je nach dem wo man sich gerade befindet, ist der Schiffsmotor unüberhörbar und auch spürbar. Mein Navi sagt, wir fahren gerade mit 40km/h - keine Ahnung wieviele Knoten das sind, rechnet es aus *g*. An Board gibts einen kleinen Laden, welcher Zigarettenstangen verkauft (Marlboro 20 Euro, Gouloises 16,50 Euro und diverse andere Marken. Alle zu völlig unterschiedlichen Preisen. Dann gibts noch eine recht große Auswahl an Parfum, Süssigkeiten und sonstigen Kram (Souvenirs). Meinen Pullover habe ich gerad eben schon angezogen, als ich in der Koje war. Jetzt gehe ich mal nach draussen und schaue aufs Meer. Festland sehe ich schon lange keins mehr. Gute Nacht.

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In Cádiz

Freitag, August 31st, 2007

Im Fährhafen von Cádiz angekommen, habe ich gerade einen Marsch durch die Stadt hinter mir und habe zu mittag gegessen. Es gab Schweinefilet auf Kartoffelchips (kein Witz). Dazu ein Brötchen und ein Bierchen. Ich hab zwar in meinem Leben vor 4 noch nie Alkohol angerührt, aber es sieht mich ja niemand der mich kennt *hicks*. Nun bin ich wieder in den Hafen hinein und sitze in meinem Auto. Um mich herum ist komplett alles dicht mit anderen Autos, welche so nah aneinander stehen, daß die Kennzeichen sich berühren. Diese Art zu parken ist in Spanien normal. Auf meinem Weg zu Fuß durch die Stadt habe ich vorhin einen Spanier beim ausparken beobachtet… *brumm dock dock brumm dock* … bei uns in Deutschland wäre das ne Sache für die Polizei. Hier interessiert das vermutlich nicht mal den Besitzer des Autos.

Nun habe ich noch etwa 2 Stunden vor mir, die ich irgendwie hinter mich bringen muss. Dann habe ich den europäischen Kontinent erstmal für lange Zeit hinter mir gelassen und es heisst 36 Stunden auf der Fähre. Die Fähre selbst ist noch nicht da. Vermutlich liegt sie auch schon irgendwo im Hafen und kommt erst kurz vor dem Auslaufen an ihren eigentlichen Platz.

Die Stadt Cádiz ist sehr schön und die Leute hier sind scheinbar sehr ausgeglichen. Man sieht, wenn man dem Verkehr hier zuschaut, zwar chaotische Zustände, jedoch wird hier weder gehupt, noch sich in irgend einer Weise über irgendetwas aufgeregt. Die Spanier haben eben Ihre Manana-Mentalität (Manana = Morgen, Morgen wieder, heute nicht) und lassen sich diese auch nicht nehmen. So lebe ich eigentlich schon immer *lach*, scheinbar ist das wohl genau das richtige Land für mich :-)

Nun gehe ich mal in die Caféteria hier im Hafen und werde einen Kaffee trinken. Mal sehen wie es dort ist.

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